Unter dem Motto “Deutschland rettet Lebensmittel” hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eine Aktionswoche vom 29.09. bis 06.10.2021 ins Leben gerufen. Auch wir haben uns Gedanken gemacht, denn bewusster Konsum sollte uns das ganze Jahr über beschäftigen. Hier ein paar Tipps, um Lebensmittelverschwendung zu umgehen.

Lebensmittelverschwendung vermeiden durch überlegtes Einkaufen

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1. Wochenplan: Es muss kein akribischer Essenplan sein, aber Planung hilft, dass du nicht zu viel einkaufst. Es verhindert zudem, dass du Lebensmittel wegwerfen musst.

2. Einkaufsliste erstellen: Checke vorab, was du noch zu Hause hast und erstelle dann deine Einkaufsliste. Einiges kann man auf Vorrat kaufen, aber vor allem bei den frischen, verderblichen Produkten, solltest du einen Plan im Kopf oder auf dem Zettel haben.

3. Nie hungrig einkaufen gehen: Bist du auch noch so diszipliniert, Hunger sorgt für Lustkäufe und oft landet zu viel im Einkaufwagen. Das bedeutet meist, dass Reste vorprogrammiert sind.

4. Nicht perfektes Obst und Gemüse kaufen: Gemüse und Obst sind nun mal Naturprodukte und Abweichungen von der Norm mindern nicht den Geschmack!

5. Saisonal und regional einkaufen: Gemüse und Obst das gerade Saison hat und oder keinen langen Transportweg hinter sich hat, hält sich deutlich länger. Zudem trägt es zur Verbesserung der eigenen Klimabilanz bei.

6. Auch Produkte mit kurz bevorstehendem Ablauf kaufen: Das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) ist kein Verfallsdatum. Wurde die original verschlossene Verpackung richtig gelagert, sind Lebensmittel mit überschrittenem MHD häufig noch lange nach Ablauf zu genießen und nicht automatisch verdorben.

Richtig lagern und so zur Reduktion der Lebensmittelverschwendung beitragen

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7. Obst und Gemüse lagern: Beide Kategorien gehören in das vorgesehenen Fach des Kühlschrankes. Achte darauf, welche frischen Sorten kälteempfindlich sind und nicht in den Kühlschrank gehören. (Vollständige Liste siehe Link am unten)

8. Brot lagern: Im Brotkasten hält sich helles Brot ca. zwei Tage lang, Vollkornbrot hingegen bis zu zehn Tagen. Abgepackte Brotsorten lassen sich ein paar Tage länger aufbewahren.

9. Milchprodukte lagern: Aufgrund ihrer Licht- und Wärmeempfindlichkeit werden Milch und Milchprodukte im Kühlschrank aufbewahrt. H-Milch ist nur geschlossen bei Zimmertemperatur lange haltbar, geöffnet gehört sie in den Kühlschrank.

10. Käse lagern: Unterschiedliche Sorten sollten getrennt eingepackt werden, damit sich ihre Aromen nicht beeinflussen, denn sonst besteht die Gefahr, dass es zu Übertragung fremder Oberflächenkulturen (Edelschimmel, Rotschmiere) kommt. Alle Sorten müssen atmen können.

11. Fleisch / Fisch lagern: Fleisch und Fisch sind roh sehr empfindlich. Um die Kühlkette möglichst nicht zu unterbrechen, nimm beim Einkaufen am besten eine Kühltasche mit. Zu Hause schnell in den Kühlschrank packen, und zwar an den kältesten Ort. Der befindet sich meist direkt über dem Obst- und Gemüsefach.

12. Kühlschrank sortieren: Schiebe vorhandenen Lebensmittel beim Neueinkauf nicht einfach nach hinten – so können sie später leicht übersehen und vergessen werden. Sortiere Produkte mit kürzerem Mindesthaltbarkeitsdatum nach vorne.

13. Trockene Zutaten aufbewahren: Gewürze, Mehl, Zucker, Reis und Nudeln lagern sich am besten in luftdichten Glas-, Keramik- oder Metallbehältern, um Schädlingen vorzubeugen.

14. Reste einfrieren: Zuviel gekauft, dann ab in den Gefrierschrank damit. Fast alles lässt sich einfrieren, z.B.: Butter, Milch oder Sahne, Brötchen, Gewürze oder Reste von Wurst. Übriggebliebenes vom Kochen sollte vorher unbedingt abkühlen und erst dann den Froster.

15. Essen länger haltbar machen durch Verwertung: Altes Obst lässt sich super zu Fruchtmus oder Marmelade verarbeiten. Labbriges Gemüse eignet sich für Eintöpfe oder Currys und trockenes Brot wird zu Paniermehl. Unser Tipp: Bei https://restegourmet.de/ kannst du die übrig gebliebene Zutat eingeben und bekommst hiermit leckere Rezepte vorgeschlagen.

Verteilen/Mitnehmen, was zu viel ist

Lebensmittelverschwendung, Reste teilen, TupperwareUnd ist es doch einmal zu viel – sei es zu Hause oder in der Gastronomie – gibt es auch hier super Möglichkeiten der Lebensmittelverschwendung entgegen zu wirken:

16. Freunde und Familie als Abnehmer: Lade spontan deine Freunde oder Familie zum Restessen ein oder schreibe in die Familien- und Freundesgruppen, dass du Essen übrig hast, so finden sich schnell und unkompliziert Abnehmer.

17. Nachbarschaft als Abnehmer: Es geht ab in den Urlaub und der Kühlschrank ist noch voll? Keine Familie in der Nähe, Freunde alle versorgt? Dann versuche es mit den Nachbarschaftsgruppen in Social Media oder mach einen Aushang im Treppenhaus.

18. Foodsharing Plattform: Solltest du nicht die Möglichkeit haben, dein überschüssiges Essen bei den Nachbar*innen loszuwerden, bietet Foodsharing eine Online-Plattform, auf der man Lebensmittel kostenlos anbieten oder bekommen kann. Das Angebot hat inzwischen in den meisten größeren deutschen Städten Mitmacher*innen.

19. Reste aus Restaurants vor der Tonne retten: Die App “Too Good To Go” soll helfen, die Lebensmittelverschwendung in der Gastronomie zu reduzieren. Gegen Ende der Öffnungszeiten kannst du für wenig Geld Essen aus Gastro-Betrieben abholen, das sonst weggeworfen wird.

20. “Doggy Bag” mitnehmen: In den USA ist es ganz normal Reste vom Essen mit nach Hause zu nehmen. Bei Pizza kennen wir es schon, also warum das “Doggybag” nicht auch ganz allgemein etablieren, denn andernfalls landet das Essen sonst im Müll.

Infos zum Thema Lebensmittelverschwendung

Dein Verhalten inspiriert auch andere. Informationen sind der Schlüssel zur Sensibilisierung der Bevölkerung für das Thema Lebensmittelverschwendung. Hier findest du ein paar Links, um dich weiter zu informieren und zu engagieren:

Supercoop Hamburg

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